Alles über Carports

Wie baut man einen Carport?

Carport aus holz

Um Ihr Fahrzeug optimal zu schützen, ist ein Carport die richtige Wahl, falls Sie keinen massiven Bau (Garage) auf Ihrem Grundstück haben möchten. Unsere Carports lassen sich mit etwas handwerklichem Geschick und der richtigen Planung selbst aufbauen. Worauf Sie dabei achten sollten, nennt der Artikel.

Vorbereitungen für den Carport Bau

Ein Bauvorhaben gelingt immer besser und einfacher, wenn die richtigen Vorbereitungen getroffen wurden. Finden Sie als allererstes heraus, ob es seitens des Bauamtes Vorgaben gibt für Ihre Region. Sprechen Sie auch mit dem Nachbarn, denn Sie wollen die nächsten Jahre nicht vor Gericht zu bringen. Informieren Sie sich beim zuständigen Bauamt über Abstandsregelungen zum Nachbargrundstück und maximale Baugrößen. Selbst, wenn Ihr Nachbar nicht begeistert sein sollte, sind Sie dann rechtlich auf der sicheren Seite.

Carport – Wie viele Pfosten werden benötigt?

Wenn Sie planen, einen Einzelcarport aufzustellen, benötigen Sie für die kleinsten Modelle mindestens vier Stützpfosten. Für größere Carports ist es wichtig, zusätzliche Mittelpfosten einzuplanen, damit das Bauwerk stabil steht. Die Spannweite der Pfosten hängt von der Stärke der Querträger ab. Wir bieten keine Pfosten mit Rundbogen an.

Nicht zu vernachlässigen ist auch die Frage nach dem Fundament. Wenn sie auf Pfosten bauen, dann empfiehlt sich Punktfundamente aus Beton, die mindestens 80 cm tief und frostsicher gegossen werden müssen. Verstellbare Pfostenträger aus Metall schützen das Holz vor aufsteigender Nässe.

Apropos Nässe: Kesseldruckimprägniertes Holz oder Brettschichtholz ist am Witterung stabilsten. Auch für die Pfetten (Querstreben) des Carports verwenden wir kesseldruckimprägniertes Holz. Die Querstreben sind entscheidend für die Stabilität und Steifigkeit der gesamten Konstruktion – weshalb wir für Ihren Carport ausreichend starkes Holz (Brettschichtholz) gewählt haben.

Wie baue ich ein Carport Dach?

Ohne Dach kein Schutz. Denken Sie zunächst darüber nach, welche Dachneigung Sie bevorzugen. Sie finden in unserem Angebot Carports mit Pultdach und Carports mit Satteldach. Eine Mindestneigung von 3 Grad garantiert einen ausreichenden Wasserablauf.

Die Konstruktion des Daches beginnt mit den Dachsparren, die auf die Querstreben montiert werden. Auch hier entscheidet die Spannweite, wie groß der Querschnitt der Sparren sein muss. Für Spannweiten von mehr als 4 Meter sollten dementsprechend starke Sparren gewählt werden. Die Sparren werden mit Sparrenpfettenankern oder Winkelverbindern befestigt.

Die Schalung oder Lattung kommt auf die Sparren, das kann unterschiedlich sein und hängt von der gewählten Dacheindeckung ab. Die Abstände der Latten variieren je nach Eindeckung.

Um ein Verziehen der Konstruktion bei starkem Wind zu verhindern und die Gesamtstabilität erheblich zu erhöhen, liefern wir zusätzlich Kopfbänder, die die Stützen mit den Querträgern verbinden, sowie zusätzliche Diagonalleisten aus Holz, die von unten an den Sparren angebracht werden.

Welche Dacheindeckung für einen Carport wählen?

Bei Weltausholz bieten wir verschiedene Arten von Dacheindeckung an, die optional zu Ihrem Bausatz dazu erworben werden können. Natürlich können Sie aber auch eine Dacheindeckung eines anderen Anbieters wählen. Achten Sie dabei auf das Gewicht (bei Tonziegeln), welches unbedingt mit der Konstruktion harmonieren muss. Bitumenschindeln können auf einem Dach ab 12° Neigung angebracht werden. Schweißbare Dachpappe benötigt einen Winkel von mindestens 14°. Für eine Dacheindeckung aus Stehfalzblech reicht ein Winkel von 9° aus.

Haltbarkeit, Optik und Funktionalität sind die Unterschiede bei der Dacheindeckung. 

Für schweißbare Dachpappe empfehlen wir noch eine zusätzliche Grundierung, damit sich die Pappe besser mit den Nut-und Federbrettern verbindet. Für Bitumenschindeln ist es erforderlich, zuerst eine Unterdeckbahn auf den Brettern zu verlegen.

Wenn Sie eine hochwertige Lösung anstreben, können Sie Pfannenbleche verwenden. Sie sind extrem langlebig und wartungsarm. Bei einem Carport wird es kaum ins Gewicht fallen, dass diese Eindeckung bei Regen sehr laut ist. Vielleicht denken Sie über eine Dachbegrünung nach? Sprechen Sie uns an – je nach Carport Modell ist das eine Möglichkeit.

Ganz gleich, welche Eindeckung Sie wählen, sorgen Sie stets für eine ordnungsgemäße Dachentwässerung mit Regenrinnen und Fallrohren, um Pfützenbildung zu vermeiden, das Fundament zu schützen und lange Freude an Ihrem Carport zu haben.